Große Ideen brauchen ein großes Labor

Innovative Energielösungen im Praxistest – beegys Forschungsprojekte

Mit seinen White Label Lösungen stellt beegy bereits heute die Energiewelt auf den Kopf und das Etablierte in Frage. Um auch in Zukunft frische Ideen und innovative Energielösungen zu entwickeln, sind wir in verschiedenen Forschungsprojekten aktiv.

Digitalisierung der Energiewende systemisch denken – SynergieQuartier Walldorf

 

 

Im Forschungsprojekt SynergieQuartier Walldorf wird Walldorf erneut zum Schaufenster der Energiewende. Es baut auf den Erkenntnissen des Vorgängerprojektes „Living Lab Walldorf“ auf, in dem im Rahmen eines Feldtests mit 40 Haushalten versucht wurde, die lokale Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen und den Stromverbrauch, insbesondere durch flexible Verbraucher wie Wärmepumpen, besser aufeinander abzustimmen. Im SynergieQuartier wird nun zusätzlich die Elektromobilität integriert und der Einfluss von neuen Tarifsystemen untersucht.

Dabei geht es den fünf Projektpartnern vor allem um die Weiterentwicklung des digitalisierten Energiesystemdesigns: Für ein zukunftsfähiges Energiesystem müssen alle relevanten Energiemarktakteure und die digitalisierten technischen Systeme intelligent miteinander vernetzt und sozialwissenschaftliche, energierechtliche und ökonomische Aspekte berücksichtigt und weiterentwickelt werden.

Durch einen Feldtest mit 30 Walldorfer Haushalten wird das System praktisch evaluiert. Beegy setzt dabei das dezentrale Energiemanagement in den teilnehmenden Pilothaushalten vor Ort um.

Ziel ist es, den wachsenden Anteil an dezentraler und schwankender Energieerzeugung durch Sonne und Wind möglichst so zu integrieren, dass Phasen von Stromüberangebot und -defizite ausgeglichen und kritische Netzsituationen im Verteilnetz vermieden werden. Flexible Stromtarife sollen als Anreiz für die Optimierung von Erzeugung und Verbrauch genutzt werden.

Das Forschungsprojekt ist auf 3 Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

 


EU-Projekt NUDGE – Mit kleinen „Stupsern“ zum energieeffizienten Laden von Elektroautos

Im Rahmen des EU-Projektes NUDGE entwickeln zehn Partner in fünf Mitgliedstaaten neue, nicht-monetäre Anreizsysteme, um energieeffizientes Verhalten zu fördern. Im deutschen Feldtest erforschen MVV, beegy und das Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), wie sich das energieeffiziente Laden von Elektroautos anstoßen lässt. 100 Pilothaushalte, die eine Photovoltaikanlage und zur Hälfte auch ein Elektroauto besitzen oder planen, werden dazu mit einem eigens für das Projekt entwickeltem Webportal sowie einer mobilen App für das Smartphone ausgestattet, die Informationen zur individuellen Energiebilanz und speziell Anreize zur Beladung des E-Autos liefern. Durch diese Transparenz und Stimulierung soll der Energieverbrauch sowie insbesondere das Laden des E-Autos zu Hause individuell optimiert werden.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt in Deutschland vom Fraunhofer ISI. Es entwickelt die nicht-monetären Anreize für das Projekt. Die neuen Methoden sollen helfen, einen bewussteren Umgang mit Energie zu fördern, Alltagsroutinen zu hinterfragen und Einsparmöglichkeiten zu erkennen. Der englische Begriff „nudge“ steht dabei für einen Schubs bzw. Anstoß – in diesem Falle also für einen Anreiz zu einem energieeffizienten Verhalten.

Die zehn Partner aus Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen setzen dabei in den fünf landesspezifischen Feldtests unterschiedliche Schwerpunkte, so dass ein breites Spektrum energiewirtschaftlicher Anwendungsfälle abgebildet wird.

Das EU-Projekt läuft über drei Jahre und wird durch das europäische Forschungs- und Innovationsprogramm „Horizon 2020“ gefördert.

 


Wir heizen den Dialog an – beegy engagiert sich bei RealValue

Im Moment kann der europäische Energiemarkt noch nicht von intelligenten thermischen Speicheranlagen als dezentrale Energielösung oder einem vernetzten Energiemanagement vieler Verbrauchern profitieren. RealValue will das ändern:

Das Projekt ist Teil des EU-Rahmenprogramms Horizon 2020 und soll dazu beitragen, erneuerbare Energien in der gesamten EU nutzbar zu machen sowie ihre Verteilung und ihren Verbrauch zu revolutionieren. Dazu wurde in 1.250 Haushalten in Irland, Deutschland und Lettland die Verwendung von kleinen, dezentralen thermischen Energiespeichern technisch erprobt und ihre nachhaltige Wirkung auf die gesamte Wertschöpfungskette untersucht. Die Haushalte sind dabei über eine hochmoderne Informations- und Kommunikationstechnologie mit dem Stromnetz verbunden, über das die Verteilung des Stroms und seine Speicherung optimal gesteuert werden. Über eine Smartphone-App haben die Haushalte volle Kontrolle über ihre Heizungsanlage und tragen mit ihren Erfahrungen maßgeblich zum Erkenntnisgewinn des Projekts bei. Hierzu sprachen wir für unseren Blogpost auch mit Werner Neumeier, der das Projekt seitens beegy begleitete.

RealValue ist im Juni 2015 gestartet und hat mit folgenden Ergebnissen die Speicherung
von erneuerbaren Energien in der EU vorangebracht:

  • Hindernisse, die einer breiten Integration intelligenter
    thermischer Speicher in das europäische Stromnetz entgegenstehen, wurden identifiziert.
  • Entscheidungsträgern liegen nun aussagekräftige
    Erkenntnisse zu Kosten und Vorteilen von dezentralen Energiespeichern vor.
  • RealValue kann zum Katalysator für eine umweltfreundlichere Nutzung und Speicherung von Energie durch die Verbraucher werden.

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