18. April 2017

Die eigene Strommarke – Chance für Einzelhandel und Finanzdienstleister

Warum eine eigene Strommarke starten, wenn es schon unzählige Tarife gibt? Und welche Chancen bietet eine eigene Strommarke?

Seit der Liberalisierung des Energiesektors 1998 hat sich auf dem Strommarkt viel getan: Endkunden können mit überschaubarem Aufwand ihren Stromtarif wechseln und auch die Zahl der Unternehmen, die Strom verkaufen, liegt mittlerweile bei über 1.100. Diese Energieversorger bieten mit über 12.000 verschiedenen Stromtarifen die Qual der Wahl – auch wenn von diesen 12.000 Tarifen für das jeweilige Postleitzahlengebiet lediglich etwa 1.000 Tarife übrigbleiben.

 

Warum also überhaupt eine eigene Strommarke starten, wenn die Auswahl so überwältigend ist? Und welche Chancen bietet eine eigene Strommarke für Einzelhandel und Finanzdienstleister?

Der Großteil der Kunden bleibt beim Grundversorger

Endverbraucher wählen für das Problem der riesigen Auswahl eine der zwei folgenden Möglichkeiten:

  • Weniger als ein Drittel bemüht sich aktiv um einen günstigeren Energieanbieter – außer dem Grundversorger – und verwendet dazu meistens einen Vergleichsrechner im Internet.
  • Ein Großteil verbleibt bei dem meist teuren Grundversorger oder wählt einen Sondervertrag beim Grundversorger.

Stromverträge privater Haushaltskunden in DeutschlandInfografik “Stromverträge privater Haushaltskunden in Deutschland” von Strom-Report.de

Kunden wünschen sich individuelle Angebote

Vor allem für neue Anbieter ist diese Situation eine Herausforderung. Allerdings können hier auch branchenfremde Unternehmen Kunden gewinnen, wenn sie individuelle Stromprodukte entwickeln. Denn laut der repräsentativen Umfrage „Marketing und IT 2015“ der Computer Science Corporation wünschen sich 43% aller Bundesbürger ein individuelles Kundenangebot, das sich nicht nur über den Preis unterscheidet. Nach eigenen Angaben erhält aber nicht einmal jeder Fünfte so ein passgenaues Angebot.

 

Differenzierung der Stromtarife – Klasse statt MasseInfografik “Differenzierung der Stromtarife – Klasse statt Masse” von Strom-Report.de

Eigene Marke hilft der eigenen Strommarke

Hier kann eine eigene Strommarke eines Einzelhändlers oder eines vertrauenswürdigen Finanzdienstleisters helfen. Denn sowohl starke Einzelhandelsmarken als auch erfolgreiche Finanzdienstleister verfügen über regen Kundenkontakt und vielfältige Berührungspunkte mit vielen potentiellen Stromkunden. Außerdem strahlt eine starke Marke und profitiert von einem Vertrauensvorsprung bei Kunden – Marken wie Aldi oder Tchibo haben es schon vorgemacht.

 

Durch diese Position bei Ihren Kunden können sowohl Einzelhandel als auch Finanzdienstleister bei der Entscheidung im unübersichtlichen Stromtarifmarkt helfen:

  • Für Wechselwillige bietet eine eigene Strommarke des vertrauten Einzelhändlers oder Finanzdienstleisters die gewünschten Preisvorteile gegenüber dem Grundversorger oder ggf. andere Bedürfnisse wie Strom aus erneuerbaren Energiequellen oder Onlineverfügbarkeit.
  • Bei zögernden Verbrauchern dagegen erfüllt die eigene Strommarke das Bedürfnis nach Sicherheit und wenig Aufwand – und alles in einem gewohnten Umfeld.
  • Beides schafft z.B. Aldi Süd mit seiner eigenen Strommmarke.
White Label Lösung verbindet Vorteile

Für branchenfremde Unternehmen bedeutet der Aufbau einer eigenen Strommarke allerdings großen Aufwand: Neben der Energielieferung und den damit verbundenen wirtschaftlichen Risiken fallen noch Dienste wie Abrechnung, Tarifgestaltung- und -kalkulation an.

Eine White Label Partnerschaft zwischen einem Energiedienstleister und dem branchenfremden Unternehmen bietet sich deshalb an:

  • Der eigene Kundenstamm wird mit der eigenen Strommarke erreicht,
  • während das Vertrauen in die Marke für den Vertrieb genutzt werden kann.
  • Das Risiko bei der Strombeschaffung liegt beim Energiedienstleister im Hintergrund.
  • Der Stromtarif kann in enger Zusammenarbeit entwickelt werden und bietet dem Kunden klare Vorteile und Nutzen, die schließlich wieder auf die eigene Marke einzahlen.
  • Auch für den Energiedienstleister bleibt die White Label Partnerschaft Gewinn, weil ein fremdes Kundensegment erschlossen werden konnte.
White Label Möglichkeiten mit beegy

Sie wollen eine eigene Strommarke mit beegy aufbauen? Als White Label Partner bietet Ihnen beegy entweder die Energieservices und übernimmt für seine White Label Partner alle wichtigen Prozesse im Hintergrund wie Abrechnung oder Strombeschaffung. Andere Aufgaben wie Marketing oder Support bleiben beim Partner.

 

Oder Sie nutzen das komplette beegy Angebot, das Kunden nicht nur einen Stromtarif bietet, sondern auch eine komplette dezentrale Energieversorgung inkl. Anlagen, Optimierung, Flatrate, Garantien und App. Für den Anbieter selbst übernimmt beegy die Vertriebsunterstützung, die Customer Experience, den After Sales Service und außerdem die Komponentenbeschaffung- und Logistik sowie die Energie Services (hier können Sie unser White Label Angebot ansehen). Angebot, Webauftritt und sonstige Kundenkommunikation wird dabei komplett an das Design des Stadtwerks angepasst und kann z.B. so aussehen:

 

 

Beegy Produkte

 

Quellen:

http://www.verivox.de/energieanbieter/

http://www.check24.de

https://www.stromtip.de/strom-tarif-rechner

strom-report.de

Klaus Müller
Redakteur
Interesse? Sehen Sie sich unser White Label Angebot an!

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